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• Papaskiri – Zur Frage Der Nationalstaatlichen Mentalität Des Herrscherhauses Scharwaschidse

 

SURAB PAPASKIRI /ZURAB PAPASKIRI/

ZUR FRAGE DER NATIONALSTAATLICHEN MENTALITÄT

DES HERRSCHERHAUSES SCHARWASCHIDSE

 

Das Herrscherhaus der Scharwaschidses stand im Verlaufe vieler Jahrhunderte an der Spitze Apchasetis (Abchasiens), zunächst im Status eines Eristavis (Herzog), später dann (vom 17. Jahrhundert an) im Range eines Regierenden (Herrschers). In der Historiographie gibt es keine einheitliche Meinung über die Herkunft und über den zeitlichen Aufstieg des Geschlechts der Scharvaschidses. Der erste Vertreter – Dotaghod Scharwaschidse (Eristavi von Abchasien) wird (im Zusammenhang mit den Ereignissen der 1280er Jahre) im Werk: „Istoriani da asmani scharawandedtani“ („Geschichten und Lobreden von Gekrönten“) erwähnt.[1] Nach Meinung eines Teils der Forscher (M. Brosset, D. Gulia, Z. Antschabadse, G. Antschabadse) sollen die Scharwaschidses Nachfahren eines Vertreters des Hauses Scharwan-Schach gewesen sein, die Dawid Agmaschenebeli (Erbauer) nach der Angliederung von Anisi an Georgien nach Abchasien versetzte.[2] Aber es gibt auch die Meinung (N. Berdsenischwili), dass möglicherweise die Vorfahren von Scharwaschidse bereits in der Mitte des 11. Jahrhunderts eine aktive Rolle im Rahmen des abchasischen Saeristavo (Herzogtums) spielten.[3] Und zwar wird in der als „Matiane Kartlisa“ ge­nannten Chronik ein Kuabuleli Tschatschas-Dse Otagho genannt, der „mit einem Heer Ab­chasiens Anakopia (Bagrat IV.) umzingelte“.[4] In diesem Fall wurde die Aufmerksam­keit auf die Ähnlichkeit des Namens des am Ende des 12. Jahrhunderts lebenden Eristavi (Scharwaschidse) – D-otaghod – mit dem Namen des Kuabuleli Tschatschadse-Dse Otagho gerichtet, aufgrund derer sich manche Forscher (Sch. Inal-ipa) den Namen des Geschlechts (Tschatschas-Dse – als georgische Form vorstellen.[5]

Wir halten eine Identität zwischen „Tschatschas-Dse“ – und „Tschatschba“ für völlig zulässig, aber es ist schwer, sich vorzustellen, wie man „Tschatschas-Dse“– „Tschatschba“ mit Scharwaschidse in Verbindung bringen kann. Z. Antschabadse wies völlig richtig darauf hin, dass die georgischen Formen der Nachnamen des abchasischen Adels unmittelbar aus den entsprechenden abchasischen Namen hervorgehen: Marschania aus Amarschani, Inalischwili aus Inal-ipa, Antschabadse aus Atschba, Dsiapschischwili aus Dsia-pschipa, Marghania aus Maani usw. Was Scharwaschidse betrifft, so ist dieser Name eine Ausnahme von dieser Regel. Die abchasische Form des Namens („Atschatschba“ – „Tschatschba“) hat nichts mit seiner georgischen Form Scharwaschidse gemeinsam. Nach Meinung von Z. Antschabadse bedeutet die alte georgische Form von Scharwaschidse wortwörtlich „Kind von Schi(a)rwanschach“.[6]

Wie wir sehen, verfugt die gegenwärtige Geschichtswissenschaft über keine klare Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Geschlechts der Scharwaschidses, obwohl völlig klar ist, dass es sich im späten Mittelalter bezüglich des Ethnos/Stammes eindeutig als Abchas-Apsua verstand. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Herrscherhaus der Scharwaschidses einen von der georgischen kulturell-politischen und staatlichen Welt abgetrennten eigenen abchasischen nationalen Staat schuf. Im Gegenteil, man kann ohne jegliche Zweifel behaupten, dass ungeachtet einer gewissen Entfremdung – die durch die Ansiedelung einer neuen Welle von Bergstämmen von bereits ansässigen Dshik-Abchasen aus dem Nordkaukasus und ihre Ansiedlung zunächst im Rahmen des Saeristavo von Abchasien und später noch südlicher hervorgerufen wurde – Abchasien im späten Mittelalter dennoch organischer Teil der allgemeingeorgischen kulturpolitischen und staatlichen Welt blieb und die Vertreter des Herrscherhauses der Scharwaschidses eindeutig zu den Angehörigen des gesamtgeorgischen gesellschaftlich politischen Systems gehörten.

Die Oberhäupter Abchasiens Scharwaschidse fühlten sich als Teil des georgischen kulturpolitischen staatlichen Gebildes und auch des georgischen gesellschaftlich politischen Gedankens des späten Mittelalters.

Am deutlichsten zeigte sich das in Verserzählung des georgischen Dichters des 17. Jahrhunderts Peschangi Chitarischwili „Schahnawasiani“. Wie wir aus dem Poem erfahren, entsprach Solomon Scharwaschidse im entscheidenden Moment nicht der Bitte der Königin von Odischi, Elene Gurieli, ihr zu helfen, und erklärte dies damit, dass er den König “nicht bekämpfen könne”.[7] Völlig richtig wird in der Historiographie angemerkt, dass Wachtang V. in den Augen von Solomon Scharwaschidses nicht nur König von Kartli war, sondern auch derjenige, der auf dem Thron der Könige Georgiens saß und sein Suzerän war.[8]

Die abchasischen Oberhäupter achteten, obwohl sie gewissermaßen die Regeln des christlichen Lebens vergaßen, auch in dieser Zeit den Katholikos von „Abchasien“ (von Westgeorgien) und hielten ihn eindeutig für den eigenen seelischen Vater. Und das zu einer Zeit, als der Sitz des Katholikos von „Abchasien” von Bitschwinta (Pizunda) nach Gelati verlegt wurde. Eine eindeutige Bestätigung dessen ist – wenn man so will – ein Fragment des Schwurbuches, welches Kwapu Scharwaschidse (Ende des 17. Jh./ Anfang des 18. Jh.) an den Katholikos von „Abchasien“ Davit Nemsadse schrieb: “Wir, die Herren Scharwaschidse Kwapu und mein Bruder Kerekim, schrieben Ihnen und legten Ihnen, dem Katholikos des Nordens und Abchasien Davit ( … ) vor“.[9] Es sind auch andere Schwurbücher erhalten geblieben, darunter das Schwurbuch „Sapizris zigni“, das Kwapu Scharwaschidse und dessen Sohn Avtandil „dem Katholikos Herrn Grigol“ (Grigol Lortkipanidse – S.P) vorlegte.

Abchasien blieb trotz Zurückwendung in Richtung Urzustand, der durch den Niedergang des allgemeinen kulturellen Niveaus der Region hervorgerufen war, in dieser Zeit dennoch im Bereich der georgischen schriftlichen Kultur und Bildung. Davon zeugen gewissermaßen die Schwurbücher und andere Urkunden offiziellen Charakters aus der „Kanzlei“ des abchasischen Oberhauptes, die in georgischer Staatssprache verfasst sind. Diese Materialien zeugen eindeutig davon, dass in dieser Zeit in Abchasien die Sprache der Staatsangelegenheiten nur das Georgische war. Sogar in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als das Osmanische Reich den Druck auf Abchasien verstärkte und einige Vertreter des Herrscherhauses der Scharwaschidses zwang, den Islam anzunehmen, fiel Abchasien nicht aus dem gesamtgeorgischen Sprach- und Kulturraum heraus. Es ist kein Zufall, dass die Mehrheit der Vertreter des Geschlechts der Scharwaschidses, darunter auch diejenigen, die zwangsislamisiert wurden (z. B. Rostom, Manutschar und Surab (Zurab) Scharwaschidse – zweite Hälfte des 18. Jh.), solche für die georgische Welt traditionsreiche Namen trugen. Noch mehr, georgische Namen sind auch bei den Verwandten der Abchasen, den Ubychen, anzutreffen. So hießen z. B. in der 1. Hälfte des 19. Jahrhundert die Anführer der Ubychen Levan Zanubaia[10] (mingrelische Transkription von „Zanba“) und Surab (Zurab) Chamischi.[11]

Der von den Oberhäuptern Abchasiens Scharwaschidses organisierte Einmarsch der Dshik-Abchasen und die Ansiedlung auf dem Territorium des historischen Odischi passte – trotz bestimmter Besonderheiten – vollständig in den Rahmen des feudalen Zwistes und Bürgerkrieges. Die Vertreter des Herrscherhauses Scharwaschidses, die ihre eigenen Herrschaftsgebiete auf Kosten der Territorien von Samegrelo-Odischi ausbreiten wollten, verfolgten, wie schon bemerkt wurde, gar nicht die Schaffung eines apsu-abchasischen nationalstaatlichen Gebildes, das vom gesamtgeorgischen staatspolitischen System abgetrennt war. Ihr Hauptziel war (genauso wie bei den Dadianis von Odischi und den Oberhäuptern von Guria – die Gurielis), in ihrer georgischen politischen Laufbahn voranzukommen und führende Positionen im gesamtgeorgischen staatspolitischen Raum einzunehmen, also konnte sich das Haus der Scharwaschidses nicht abgetrennt von der georgischen staatlichen und kulturpolitischen Welt vorstellen.

Im Gegenteil, die Scharwaschidses bemühten sich mit allen Mitteln, die allererste günstige Gelegenheit dafür zu nutzen, sowohl den Platz der Dadianis als auch sogar den des Königsthrons von Imeretien zu besetzen. Davon zeugt offenkundig schon allein der Versuch von Sorech Scharwaschidse, den Thron des Odischi-Herrscherhauses Anfang 1880er Jahre einzunehrnen.[12]

Dass die Vertreter des Geschlechts der Scharwaschidses gar nicht beabsichtigten, am Enguri stehen zu bleiben und sie auch den Einmarsch in die zentralen Gebiete von Samegrelo planten, ist aus den Daten von Kwapu Scharwaschidse zu ersehen. Er überwand den Fluss Enguri, nahm strategisch gesehen den äußerst wichtigen Punkt Ruchi ein und verwandelte ihn faktisch in seine Residenz.[13] Es ist bekannt, dass Kwapu Scharwaschidse im Jahre 1704 auch in Ruchi verstarb. Bemerkenswert ist, dass im Zusammenhang mit dieser Tatsache aus Gelati speziell der Katholikos von „Apchaseti“ Grigol Lortkipanidse anreiste, der der hinterbliebenen Familie eine „Nischani“ (d. h. eine Spezialsteuer zugunsten der Kirche: persönliche Gegenstände, Waffen des Verstorbenen, ausge­stattetes Pferd, Leibeigene, Hab und Gut) auferlegte.[14]

Als klarer Beweis dessen, dass sich die Vertreter des Fürstenhauses Scharwaschidse eindeutig der georgischen kulturpolitischen und staatlichen Welt zuordneten, kann man außer aus den oben erwähnten Schwurbüchern auch aus anderen offiziellen Dokumenten wie dem Briefnachlass von Kelesch-Bei Scharwaschidse und seiner Nachfahren Giorgi (Sapar-Bei) Scharwaschidse und Micheil Scharwaschidse sowie anderer aus ihrer Kanzlei stammenden offiziellen Dokumenten ersehen. Tatsächlich ist bekannt, dass diese Fürsten ihren offiziellen und in-offiziellen Schriftverkehr nur in georgischer Sprache führten. Man kann feststellen, dass dies selbst höhere Würdenträger der russischen Administration des Kaukasus bestätigen. Nach den Worten des russischen Generals Kozebus, der am Hof von Micheil Scharwaschidse weilte, “ist in der Familie der Fürsten Scharwaschidse die gebrauchte Schriftsprache Georgisch“.[15]

Diesbezüglich möchten wir insbesondere die von Kelesch-bei Scharwaschidse verfasste handschriftliche Daten hervorheben (mit Datum: 20. Mai 1806), die er seinem Neffen Sosranbeg aushändigte.[16] Diese Handschrift von Kelesch-bei Scharwaschidse ist in verschiedenerlei Hinsicht interessant, für uns ist aber hier besonders wichtig, dass sie nach den Urkundenwesensnormen verfasst ist, die im mittelalterlichen Georgien ausgearbeitet waren. Außerdem ist bemerkenswert, dass die Ausstellung der besagten Daten nicht in Samursaqano erfolgte, welches mehr in das übrige Georgien integriert war, sondern im so genannten „Innersten“ Abchasiens, am Hof desjenigen Fürsten, der als ,,rechtgläubiger Moslem“ galt. Es ist zu sehen, dass in Abchasien die Bedingungen desjenigen feudalen 1eibeigenschaftlichen Systems herrschten („Rigi batonqmobisa“), das für ganz Georgien allgemein charakteristisch war. All das weist klar darauf hin, dass sich diese Region trotz der sogenannten (Re-) „Barbarisierung“ Abchasiens im späten Mittelalter, welche, wie oben bereits gesagt, durch den Druck der neuen Welle der verwandten Bergstämme hervorgerufen worden war, dennoch als Teil der georgischen feudalen Welt hielt und die offizielle Sprache des Fürstentums immer georgisch blieb.

Die allgemeine georgische nationalstaatliche und kulturpolitische Mentalität des Fürstenhauses Scharwaschidse zeigte sich am deutlichsten während der Zusammenstellung eines offiziellen Dokuments – der sogenannten „Bittpunkte“ von Giorgi (Saparbei) Scharwaschidse in georgischer Sprache anlässlich Abchasiens Beitritt unter das russische Protektorat.[17] Vollkommen richtig wird in der Historiographie angemerkt, dass der Prozedur der Vorbereitung und Vorstellung der „Bittpunkte“[18] zweifelsohne ein be­stimmter politischer Gedanke zugrunde lag.[19] Durch die Abfassung seines Dokuments in georgischer Sprache, gemäß dem Abchasien seine offiziellen Beziehungen mit dem russischen Staat aufnahm, zeigte der Fürst von Abchasien der russischen Seite (und der ganzen Welt) klar, welche nationalstaatliche und kulturelle Welt das abchasische Fürstentum in den internationalen Beziehungen Anfang des 19. Jahrhunderts vertrat. Es ist anzumerken, dass die Vertreter des Hauses Scharwaschidse den Beitritt des abchasischen Fürstentums unter die Schutzherrschaft des russischen Imperiums wie üblich mit den historischen Gegebenheiten verbanden und bewiesen. So zum Beispiel schrieb der Fürst von Samursaqano, Manutschar Scharwaschidse, an den General Pawel Zizianow, dass sein Herrschaftsland historisch ein Teil des Landes der Dadianis war und dass er als Vasalle von Grigol Dadiani nach dessem Befehl das Dokument über den Beitritt unter die Schutzherrschaft Russlands unterschrieb.[20]

Und schließlich eines der wichtigsten Argumente dafür, dass sich das abchasische Für­stenhaus ganz klar als untrennbarer Teil der gesamtgeorgischen christlich-orthodoxen Welt verstand, ist die Tatsache, dass der letzte Fürst von Abchasien Micheil Scharwaschidse und sein Sohn Giorgi Scharwaschidse im Dom von Mokwi beigesetzt wurden, und dass die Aufschrift in georgischer Asomtavruli-Majuskelschrift geschrieben ist. Außerdem ist zu bemerken, dass die Vertreter des Geschlechts der Scharwaschidses auch nach der Auflösung des abchasischen Fürstentums durch das russische Imperium (1864) herausfordernd unterstrichen, dass sie georgische Fürsten waren.[21]

Bei der Erörterung des nationalstaatlichen und kulturpolitischen Selbstbewusstseins des Fürstenhauses Scharwaschidse kann man die Tätigkeit des Sohnes und Nachfahren des letzten Fürsten der Abchasen Micheil Scharwaschidse, des bedeutenden Vertreters der georgischen Literatur des letzten Viertels des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts, des Publizisten und Vertreters des öffentlichen Lebens, Giorgi Scharwaschidse, nicht unerwähnt lassen.

Giorgi Scharwaschidse ist zweifellos eine tragische Persönlichkeit. Bereits als ganz junger Mann war er der Anführer (in der Rolle des Fahnenträgers) des starken antirussischen Aufstandes seiner Landsleute (Aufstand der Abchasen von 1866), weswegen er fast sein ganzes Leben unter der Verfolgung des imperialen russischen Regimes litt. Der in den besten Traditionen der georgischen feudalen Aristokratie erzogene Giorgi Scharwaschidse hatte die Liebe und Treue sowohl zur Heimat Abchasien als auch seines großen Heimatlandes Georgien in sich aufgesogen, das er oft als Iweria bezeichnete. Darüber, dass Giorgi Scharwaschidse Gesamtgeorgien und nicht Abchasien für sein Heimatland hielt, besteht überhaupt kein Zweifel, obwohl uns das kein Recht gibt anzuzweifeln, dass er und überhaupt das Geschlecht der Scharwaschidses im späten Mittelalter gemäß der ethnischen Abstammung Abchasen sind. Giorgi Schrwaschidse, der historisch-kulturell zweifellos Georgier war, war sich seiner abchasisch-ethnischen Abstammung auch sehr wohl bewusst. Ein klarer Beweis dafür ist allein schon sein dichterisches Meisterwerk „Warada“ (abchasisches Lied), in dem er mit ganzem Gefühl den Wunsch äußert, nicht von seinen abchasischen Wurzeln getrennt zu werden. Richtig bemerkt Simon Dshanaschia, dass nur im Schoße „des großen Gefüh1s der heimatlichen Eigenschaften so ein Meisterstück geboren werden konnte wie das Lied „Warada“) – eine dichterische Vergegenständlichung der tiefsten Erregung“.[22] Und dieser Abchase, grenzenlos in die Heimat Abchasien verliebt, ein glänzender Kenner seiner Region und der abchasischen Sprache.[23] war gleichzeitig ein wahrer Sohn seiner großen Heimat Georgien und ein Patriot mit brennendem Herzen, der keine Möglichkeit ausließ, Georgien tapfer zu verteidigen, seine nationalkulturelle Eigenheit zu schützen und den Feinden seiner großen Heimat eine gebührende Antwort zu geben. Ein klares Beispiel hierfür ist schon allein der Brief Giorgi Scharwaschidses an den Redakteur der deutschen Zeitung „Berliner Tageblatt“ als Antwort auf einen Artikel des Zeitungskorrespondenten Lorenz. In diesem Artikel erzählte der Korrespondent dem Leser von seinem Aufenthalt in Gagra auf Einladung des Prinzen Oldenburg. Laut Behauptung des Korrespondenten sollen Vertreter des örtlichen Hohen Standes, die die Tafel bedienten, den Mantel eines der Gäste gestohlen haben. Mit einer gewissen Abscheu schrieb Lorenz auch über Tbilisi. Er bemerkte, dass hier Menschen und Tiere im gleichen Zustand seien.

Als Antwort auf diese Schmähschrift antwortete Giorgi Scharwaschidse: ,,Ja, wir sind noch nicht auf der europäischen Höhe der Zivilisation ( … ), und eine solche Zurückgeblie­benheit kann uns auch Menschen der Kupferzeit ähnlich machen, aber das tut uns nicht leid und wir finden, dass es nicht nötig ist, sich den ganzen Plunder anzueignen ( … ), der irgendwelchen Fortschritt besitzt, sondern wir streben an, die Perlen, die hervorragenden Werke der Literatur und Kunst auszuwählen, wir verfolgen die Entdeckungen der Wissenschaft, mit einem Wort: wir übernehmen nur das, von dem wir uns Nutzen im Leben und der Gesellschaft erhoffen. So ungekünstelt leben wir, und wenn ein Herr Lorenz tiefer in die Lebensumstände eingedrungen wäre, hätte er alles das und vieles andere verstanden; er hätte erfahren, dass dieses Volk. dem gegenüber er sich abfällig verhielt, eine hervorragende historische Vergangenheit besitzt; dass die georgischen Ritter, die als Verfechter der ersten Christenheit am Kreuzzug teilnahmen, im Verlaufe von fünfzehn Jahrhunderten nicht deshalb an den Toren des Kaukasus standen ( … ), um sich in fremden Länder einzugraben und fremdes Hab und Gut zu rauben, sondern zur Verteidigung des Vaterlandes, zum Schutz der christlichen Kultur und der Lebensweise seiner Bürger; er hätte außerdem erfahren, dass die Georgier über eine äußerst reiche alte epische Literatur verfügen, die sich mit der Weltliteratur messen kann; er hätte erfahren, dass sich in der Hierarchie der georgischen Könige und des Volkes ungewöhnliche Helden und Menschen von genialer Weisheit finden lassen usw. Man könnte noch vieles sagen, aber die goldenen Seiten der Vergangenheit eines solchen Volkes, die von den Tränen und dem Blut unserer Nation benetzt sind, kann man nicht in einer Zeitungsspalte wiedergeben. Und wahrlich, es lohnt sich nicht ( … )“.[24]

Aus diesem Brief ist klar ersichtlich, dass für Giorgi Scharwaschidse die Abchasen und Abchasien untrennbarer Teil der Georgier und Georgiens sind. Es ist eine einheitliche kulturpolitische und staatliche Welt. Eben auf diese einheitliche Heimat der Georgier und Abchasen ist er stolz. Deshalb begrüßte Giorgi Scharwaschidse im Jahre 1917, als sich Konturen für eine Wiederherstellung des georgischen Nationalstaates abzeichneten, mit seinem ganzen Wesen das Werden einer neuen Epoche. Diesbezüglich ist sein Brief sehr interessant, der in der Zeitung „Sakartwelo“ („Georgien“, 25./29. Juni 1917) veröffentlicht wurde: “Es ist wahr, unsere Heimat Iberien durchlief vielerlei große kulturelle Erschütterungen, aber unsere Vergangenheit gefror zum jetzigen Zeitpunkt und uns wurden die breite Straße und das Gesetz der natürlichen Evolution gestört. Ja, wir können auch stolz sagen, dass, wenn uns nicht die Widrigkeit des Schicksals behindert hätte, wir in der Entwicklung heute sogar vor Europa stehen würden; denn in einer Zeit, als uns der Apostel Andria die Gebote Christi predigte, trugen in Europa sogar die Herzöge Büffelleder am Körper und jagten barfuß mit Lanzen in der Hand in den Wäldern. Danach haben wir unser kulturelles Leben durch Kriege in ständiger Ausein­andersetzung bis in Königin Tamars Zeit geführt, die das goldene Zeitalter Iberiens war! Danach aber verkehrte sich das Leben der Nation. Die eingefallenen Feinde gönn­ten uns keine Ruhe, und das Volk ermüdete. Langsam erloschen der großartige geistige Besitz und das Kapital des Landes und es zerbrach das Leben in Selbstständigkeit. Die Sprache verarmte, die Moral ging uns verloren, wir verloren Hab und Gut, wir verwarfen die Ritterlichkeit und Anständigkeit und gelangten schließlich in eine Zeit, da wir Wohlergehen in Verrat und Feindschaft zur Heimat fanden ( … ). Und da, als der bewusste Teil des zerrissenen Volkes Iberiens tatenlos an den Gräbern seines vergessenen Ruhms stand, ertönte plötzlich die Stimme der Wahrheit und Freiheit. Georgien schlug die Pauke und schrie hurra, hurra!“

Und angesichts eines solchen nationalen Erwachens töten die Ausrufe einiger Landsleute Giorgi Scharwaschidses Herz: „Wir möchten keine Freiheit, wir suchen keine Autonomie, die Menschen der Welt sind alle eins, wir wollen, dass nur das arbeitende Volk Güte und Vergünstigungen erhält. Dafür ist es notwendig, die Herren zu enteignen und die Erde den Arbeitenden zu übergeben. Nieder mit Stand und Eigentum auf Grund und Boden usw. – bis auf eine Dorfrechnung wurde die glänzende Sonne der Befreiung und Belebung der Nation reduziert“.[25] Es ist wirklich schwer, sich nicht für diesen großen nationalen Wagemut in der Art eines Ilia [Tschawtschawadse – Z.P.] zu begeistern.

Der Schmerz Giorgi Scharwaschidses als großer Patriot Georgiens, der nationale Schmerz eines ständig an Georgiens Schicksal denkenden Menschen ist glänzend in dem Gedicht „Antwort an V. 0.“ wiedergegeben, das er im Jahre 1883 in Batumi beim Lesen des Gedichts von Wachtang Orbeliani „Amer-Imers“ (veröffentlicht in der Zeitung „Droeba“, Nr. 1, 1883), empfand.[26] In diesem Gedicht (es wurde in der Zei­tung „Droeba“ wegen des Drucks der Zensur nicht veröffentlicht) ist Giorgi Scharwaschidse auf einer Ebene mit der patriotischen Gesinnung des befreundeten Dichters und erinnert mit Herzschmerz an jene Zeit, als Georgien eine Einheit war.[27] Giorgi Scharwaschidse empfindet schmerzlich, dass unter den Georgiern der Einheitsgedanke verloren gegangen ist. Das Land versank in Neid und Mißgunst“.[28]

Aus verständlichen Gründen nehmen wir Abstand von einer allumfassenden vollwertigen Analyse dieses hervorragenden Werkes. Dies soll die Sache von Fachleuten sein. Wichtig ist für uns hier nur, dass dieses Gedicht von Giorgi Scharwaschidse in eine Reihe mit den besten Beispielen der georgischen patriotischen Lyrik gestellt werden kann.

Die Vorstellung von Giorgi Scharwaschidse als eine georgische Persönlichkeit, als ein über die georgische Sprache, über die georgische Heimatliteratur nachdenkender und sich sorgender Mensch wird unvollständig, wenn wir eine seiner Publikationen „Kartuli enis garschemo“ („Rings um die georgische Sprache“)[29] übergehen, in der er in der Rolle eines aktiven Verteidigers der georgischen Schrifttumstradition auftritt. Ihm gefallen die grobe Übersetzung eines Wortes aus einer anderen Sprache und eine nachahmende Wiedergabe einer anderen Identität nicht. Nach Giorgi Scharwaschidse ist das Ausdruck des Strebens nach „Entartung der Heimatspracher“.[30] Er ist auch sehr beunruhigt über die systemlose Zunahme von Fremdwörtern in der georgischen Sprache. Nach Meinung des Schriftstellers muss man sich Fremd- und Fachwörtern „nur im äußersten Fall zuwenden, dann, wenn georgisch nicht genau der Inhalt des Gedankens wiedergegeben werden kann ( … ) ja, es ist notwendig, dass wir versuchen, unsere Sprache zu bereichern und nicht verkommen zu lassen?“.[31] Wie wir sehen, zeigt Giorgi Scharwaschidse auch hier eine echte, Ilia [Tschawtschawadse – Z.P.]-ähnliche Sorge gegenüber der georgischen Literatursprache.

Zum Schluss darf man mit der Erörterung des nationalstaatlichen und kulturpolitischen Selbstbewusstseins seine Rede auf der Gründerversammlung von dem so genannten „Abchasischen Volksrat“ am 8. November 1917 nicht außer Acht lassen. Auf dieser Zusammenkunft traten antigeorgisch gesinnte abchasisch-nationalistische Führer das jahrhundertealte historische georgisch-abcbasische Zusammenleben mit Füßen und verbanden die Zukunft des abchasischen Volkes eindeutig mit der so genannten „Bündnis der Bergvölker des Nordkaukasus“. Das klar ausgeprägte antigeorgische Pathos und die Ausrichtung des ,,Volksrates riefen die Proteste georgischer politischer Per­sönlichkeiten hervor. Wie der durch seine separatistische Gesinnung bekannte Micheil Tarnawa bemerkt, erschienen Akaki Tschchenkeli, der Abgeordnete der russischen (IV.) Duma, Mitglied des „Ozakom“ („Osobyj Zakavkazskij Komitet“/außerordentliches transkaukasisches Komitee/), des Leitungsorgans der russischen provisorischen Regie­rung in Transkaukasien, sowie andere Persönlichkeiten auf der Versammlung, unter anderen auch Giorgi Scharwaschidse.

Giorgi Scharwaschidse wandte sich an die Teilnehmer des “Volksrates” in abchasischer Sprache, erklärte ihnen das Wesen der sich in Russland vollziehenden Ereignisse, gratulierte Ihnen zum Herannahen der Freiheit und rief sie zur Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem georgischen Volk auf: ,,Folgt Euren älteren Brüdern, handelt und kämpft zusammen mit ihnen zur Erlangung und Erhaltung der Freiheit. Ich weiß, dass manchen solch ein Gedanke nicht gefallen wird, weil sie gen Moskau schauen, aber ich schaue – gen Tbilisi. Es gibt und gab nie einen anderen Weg für Abchasien als im festen Verbund mit Georgien und zusammen mit ihm untrennbar in Freud und Leid“. Nach dieser Erklärung verließ der von der antigeorgischen Demarche der Mitbrüder enttäuschte Giorgi Scharwaschidse den Saal und kehrte auch nicht mehr zurück.[32] Etwa drei Monate später, am 19. Februar 1918, erschütterte ganz Georgien die aus Suchumi kommende Nachricht vom Tod des Patrioten. Der plötzliche Tod des letzten Mohikaners des abchasischen Adelsstandes, einer wahren Stütze der georgisch-abchasischen Brüderschaft und Einigkeit war Anfang 1918, als die neu erschienenen abchasischen Anführer mit allen Mitteln versuchten, seine Heimaterde vom restlichen Georgien abzutrennen, irgendwie auch symbolisch. Das Herz des glühenden Patrioten seiner großen Heimat Georgien, der wegen seiner echten patriotischen, kompromisslosen Position mehrmals den Zorn Russlands über sich ergehen lassen musste, ertrug den Verrat der Mitbrüder nicht. Es wurde ganz offensichtlich, dass die neuen abchasischen Anführer völlig andere Ideale besaßen. Sie konnten (schon nicht mehr), und wünschten auch nicht, den Spuren von Giorgi Scharwaschidse zu folgen. Nicht dafür hatte sie ,,Mutter Russland“ erzogen.

Das blieb natürlich für die bedeutenden Vertreter der damaligen georgischen Gesellschaft nicht unbemerkt. In diesem Zusammenhang erklärte der bekannte Georgier Niko Tawdgiridse bei Giorgi Scharwaschidses Beisetzung: „Wegen der lautstarken Erklärung der Freiheit für dein Volk in einer Zeit, als alle Kreise unserer Gesellschaft die Aufmerksamkeit der russischen Regierung als Gottes Gnade hielten, war es dir in deiner Heimat Abchasien lange verboten zu wohnen. Erst nach der Erlangung der eingeschränkten Rechte von 1905 war es dir möglich gewesen, hier ohne Behinderung zu leben; du bist unverzüglich in dein Land gekommen, aber was hast du hier vorgefunden? Diese Abchasen, deren Wert die Ausländer durch dich achteten, für deren Freiheit du deine ganze großartige Karriere, dein Vermögen, deinen Reichtum geopfert hast, haben dein Ankommen noch nicht einmal bemerkt (. . .) sie konnten keinen Nutzen aus deiner Anwesenheit ziehen. Wenn dieser Umstand zwei Jahre zuvor noch zu erdulden war, war jetzt, in der letzten Zeit, als jede Nationalität das Recht des freien Aufatmens erhielt, die Unaufmerksamkeit dir gegenüber geradezu ein Verbrechen (. . .) welches Unrecht, was für eine Lebensironie: du hast deine schöne, einnehmende Kraft der Jugend und deine unvergleichlichen Vorzüge dafür geopfert, damit deinem kleinen, aber in deinem Leben einzigen Schatz Abchasien die Freiheit erscheinen konnte und du wärest ihm wie der biblische Simon mit deiner letzten Kraft entgegen gegangen, aber dein liebes Volk der Abchasen ist an dir vorbeigegangen, bemerkte dich nicht und folgte den mit russischer Erziehung, russischem Gedankengut und russischer Ausrichtung durchtränkten Menschen, denen du aus Angst vor Unterjochung deines Volkes dein ganzes, von allen anerkanntes Glück geopfert hast“.[33]

Dies sind meine Beobachtungen über die nationalstaatliche und kulturpolitische Mentalität des Fürstenhauses Scharwaschidse. Natürlich kann das hier angeführte Material keinen Anspruch auf vollständige und erschöpfende Erörterung besitzen, obwohl auch schon durch diese wenigen Andeutungen sehr klar wird, dass die Vertreter des Geschlechtes Scharwaschidse während des gesamten Mittelalters und auch später (bis zur Auflösung des abchasischen Fürstentums und selbst danach) eindeutig eine gesamtgeorgische nationalstaatliche und kulturpolitische Welt verkörperten und sich für einen untrennbaren Teil der georgischen politischen Elite hielten.


Anmerkungen:

 

[1] kartlis cxovreba. teksti dadgenili qwela dsiritadi chelnazeris michedvit s. qauchtschischwilis mier. (Das Leben Kartlis. Der Text gemaess aller Haupthandschriften von S. Kauchtschischwili bestimmt. Bd. II. Tbilisi 1959, S. 33-34).

[2] brose, m.: sakartwelos istoria. niko ghoghoberidsis gamozema (Brosset M.Geschichte von Georgien. ausgegeb. von Niko Ghoghoberidse. Teil I, Tpilisi 1895, S. 154); Gulia, D.: Istorija Abchazii, Teil I. Tiflis 1925, S. 138,208; Antschabadse, S.: Iz istorii srednevokovoj Abchazii (VI-XVII vv.) Suchumi, 1959, S. 192: antschabadse, g.: scharwaschidseta gwaris zarmoschobis schesacheb. krebuli kartuli zqarotmcodneoba, (Antschabadse, G.: Über Abstammung von Haus Scharwaschidse. – In: Georgische Quellenkunde, XI., Tbilisi 2006, S. 72-80.

[3] ber­dse­nischwili, n.: zerili redaktors. – literaturuli gaseti (Berdsenischwili, N: Brief an Redakteur. – In: Literarische Zeitung, 8.II.1957, N. 6.

[4] matiane kartlisa. – kartlis cxovreba. teksti dadgenili qwela dsiritadi chelnazeris michedvit s. qauchtschischwilis mier. Eine Chronik aus Georgien. (Das Leben Kartlis. Der Text gemaess aller Haupthandschriften von S. Kauchtschischwili bestimmt. Bd. I. Tbilisi 1955, S. 295.

[5] Inal-Ipa, Sch. Voprosy etno-kul’turnoj istorii abchazov. Suchurni 1976, S. 141.

[6] Antschabadse, S.: Iz istorii srednevekovoj Abchazii.., S. 194; Papaskiri, S.: Territorija Abchazii v Xl-XV. vv. In: Razyskanija po istorii Abchazii/Gruzija. Tbilisi 1999, S. 179.

[7] peschangi: schahnawasiani. g. leonidsis da s. iordanischwilis redakziit (Peschangi. Schahnawasiani. Unter Redaktion von G. Leonidse und S. Iordanischwili), t. I. Tbilisi 1935, S. 73-74; chorawa, b.: odisch-apchasetis urtiertoba XV-XVIII ss. (Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien in XV-XVIII Jh. Tbilisi 1996, S. 104).

[8] Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien.., S. 103. papaskiri, s.: narkwewebi tanamedrowe apchasetis istoriuli zarsulidan, naz. I., udswelesi droidan 1917 zlamde (Papaskiri, S.: Über historische Vergangenheit des gegenwärtigen Abchasiens, Teil. I. Von den ältesten Zeit bis dem Jahr 1917. Tbilisi 2004, S. 101.

[9] kakabadse, s.: dasawlet sakartwelos saeklesio sabutebi, z. 1 (Kakabadse, S.: Kirchenurkunden von westlichen Georgien, Buch I., Tbilisi 1921, S. 88; Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien.., S. 117; Papaskiri, S.: Über historische Vergangenheit des gegenwärtigen Abchasiens, Teil. I, S. 106.

[10] Akty, sobrannye Kavkazskoju archeografitscheskoj komissieju (später immer AKAK). Unter der Leitung von A. Bershe, Tiflis, IV., 1870, S. 426, 429, 953.

[11] AKAK, t. IX., C. I, Tiflis 1884, S. 505.

[12] Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien.., S. 114.

[13] Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien.., S. 121.

[14] kartuli samartlis dseglebi. tekstebi gamosza, schenischwnebi da sadsieblebi daurto i. dolidsem. t. III (Georgische Rechtsurkunden. Texten mit Bemerkungen und Verzeichnisse von I. Dolidse. Tbilisi 1970, S. 670; Chorawa, B.: Beziehungen zwischen Odischi und Abchasien.., S. 122.

[15] tschchetia, sch.: apchasetis samtawros istoriisatwis. – saistorio moambe (Tschchetia, Sch.: Zur Geschichte des Fürstentums von Abchasien), 1853-1855. – In: Historische Mitteilungen, Nr. 15-16, Tbilisi 1963, S. 154. Fragmente aus dem offiziellen und inoffiziellen Briefwechsel der Scharwaschidse-Fürsten, siehe: Papaskiri, S.: Über historische Vergangenheit des gegenwärtigen Abchasiens, Teil. I, S. 105-108, 120, 122, 126-127, 129-130, 166-170, 186.

[16] AKAK, T. II, Tiflis 1868, S. 190 Papaskiri, S.: Über historische Vergangenheit des gegenwärtigen Abchasiens, Teil. I, S. 129-130.

[17] Ganzer Text in der Zeitung: „sacha1cho ganatleba“ („Volksausbildung“), 31. 5. 1989.

[18] Der Text „satchowari punktebi“ (Bittpunkte) wurde anfangs im russischen Außenministerium verfasst, dann ins Georgische übersetzt und als Original mit Unterschrift und Stempel von Giorgi Scharwaschidse und auch den Unterschriften der abchasischen Fürsten zusammengebunden mit dem beglaubigten russischen Text den russischen Machthabern vorgelegt. Paitschadse, G.: Abchazija v sostave Rossijskoj imperii, 1810-1917 gg. – Razyskanija po istorii Abchazii/Gruzija. Tbilisi 1999, S. 217.

[19] Paitschadse, G.: Abchazija v sostave Rossijskoj imperii, S. 217.

[20] AKAK, T. II. S. 536 (meine Hervorhebung – S.P.). In diesem Zusammenhang ist nicht minder wichtig, dass die Führung des russischen Imperiums während der Angliederung Abchasien (an das zaristische Russland) mit allen Mitteln Werbung für die „so genannten historischen Umstände“ machte und die historische Einheit von Abchasien und des übrigen Georgiens besonders fixierte. Davon zeugt eindeutig eine Meldung des Generals Pawel Zizianow an den Grafen A. Woronzow nach Sankt Petersburg am 27. Oktober 1803, in der er bemerkte, dass Kelesch-Bei Scharwaschidse und sein Herrschaftsgebiet im 15. Jahrhundert eine der Provinzen von Iveria war (AKAK, T. II, S. 463) Historisch ordnete auch noch einer der russischen Oberverwa1ter Georgiens, General Gudowitsch, Abchasien der georgischen christlichen Welt zu (AKAK, T. III., Tiflis 1869, S. 208-209).

[21] Aleksandre Scharwaschidses bekannten Worte: „Ich bin kein abchasischer, sondern ein georgischer Fürst“, Siehe: ber­dse­nischwili, n.: sakartwelos istoriis sakitchebi (Ber­dse­nischwili, N.:Skizzen von Geschichte Georgiens), Tbi1isi 1990, S. 611, VIII, Hervorhebung von mir – S.P.

[22] dshanaschia, s. giorgi scharwaschidse. kulturul-istoriuli narkwewi, – schromebi, (Dshanaschia, S. Giorgi Scharwaschidse. Kulturhistorische Skizze. – In: Werke, t. VI. Tbilisi 1988, S. 22.

[23] Dshanaschia, S. Giorgi Scharwaschidse.., S. 22.

[24] Pis’mo svetlejschego knjazja G. M. Scherwaschidse, poslannoe im v red. Gaz. „Berliner Tageblatt“. – In: „Zakavkazckaja retsch“, Nr. 146, 1911. Der Text wurde angeführt durch: lekischwili, s.: giorgi scharwaschidse. dokumenturi masalebi. kulturul-istoriuli narkwewi. – Saistorio moarnbe (Lekischwili, S.: Giorgi Scharwaschidse. Die Dokumentarische Materialen. Kulturhistorische Skizze. – In: Historische Mitteilungen, Nr, 31-32, Tbilisi 1975, S. 85-286, Hervorhebungen von mir – S.P.

[25] scharwaschidse, g.: sozialismi da sakartwelo. – sakartwelo, (Scharwaschidse, G.: Sozialismus und Georgien. – In Zeitung: „Georgien“,) Nr, 137-140,1917 c.: scharwaschidse, g: tchsulebani or tomad, (Scharwaschidse, G: Werke in zwei Bänden) B. I. Kutaisi 2006, S. 306-307, Hervorhebungen von mir – S.P).

[26] Dieses Gedicht wurde von S. Lekischwili gefunden und veröffentlicht. Lekischwili, S.: Giorgi Scharwaschidse. Die Dokumentarische Materialen.., S. 256-257.

[27] Lekischwili, S.: Giorgi Scharwaschidse. Die Dokumentarische Materialen.., S. 256-257.

[28] Lekischwili, S.: Giorgi Scharwaschidse. Die Dokumentarische Materialen.., S. 256-257.

[29] Zeitung: „sakartwelo“ („Georgien“). Nr. 169, 1915.

[30] Zeitung: sakartwelo (Georgien). Nr. 169, 1915; Dshanaschia, S. Giorgi Scharwaschidse, S. 20.

[31] Zeitung: sakartwelo (Georgien). Nr. 169, 1915; Dshanaschia, S. Giorgi Scharwaschidse, S. 20-21.

[32] Dieses Material wurde in der in Berlin erscheinenden georgischen Zeitung „tetri giorgi“ („Weißer Giorgi“) im Jahre 1931 abgedruckt. Siehe: gauzchoebis dasazqisi (1917-1920) – „tetri giorgi“ („Weißer Giorgi“). Berlini 1931. Zitiert aus dem Buch: tschitaia, d.: apchasetis sakitchi sakartwelos pirwel respublikaschi. apchasetis sachalcho sabtscho 1917-1921 zlebschi. (Tschitaia, D.: Abchasiens Problem in Erster Republik Georgiens. Volksrat von Abchasien in 1917-1921. Tbilisi 2006, S. 125-126).

[33] Zeitschrift: „teatri da zchowreba“, („Theater und Leben“) Nr. 10, In: Scharwaschidse, G: Werke in zwei Bänden) B. II., Kutaisi 2006, S. 39-40. Meine Hervorhebungen – S.P.

 

 

Veröffentlicht: In Georgica. Zeitschrift für Kultur, Sprache und Geshichte Georgiens und Kaukasiens. 31 Jahrgang 2008. SHAKER VERLAG. Aachen, S. 64-74.

აღნიშნული სტატიის ქართული („შარვაშიძეთა სამთავრო სახლის ეროვნულ-სახელმწიფოებრივი და კულტურულ-პოლიტიკური იერ-სახის შესახებ“) და ინგლისური („On National, Political and Cultural Self-Identity of the Sharvashidze Princedom“) ვარიანტი იხ.: სპეკალი“ ივანე ჯავახიშვილის სახ. თბილისის სახელმწიფო უნივერსიტეტის ჰუმანიტარულ მეცნიერებათა ფაკულტეტის რეცენზირებადი ელექტრონული ბილინგვური სამეცნიერო ჟურნალი. http://www.spekali.tsu.ge/index.php/ge/article/viewArticle/1/8

2 Responses to “• Papaskiri – Zur Frage Der Nationalstaatlichen Mentalität Des Herrscherhauses Scharwaschidse”

  1. Sat Anlage said

    Danke sehr an den Webmaster.

    Gruss Tina

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  2. Backlinks said

    very interesting subject , great post.

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