Iberiana – იბერია გუშინ, დღეს, ხვალ

სოჭი, აფხაზეთი, სამაჩაბლო, დვალეთი, ჰერეთი, მესხეთი, ჯავახეთი, ტაო-კლარჯეთი იყო და მუდამ იქნება საქართველო!!!

● Sehr geehrter Herr Edgar!

 

Sehr geehrter Herr Edgar!

 

Wir haben Ihren Brief erhalten. Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir Ihr zorngetränktes „Meisterwerk“  beantworten sollen oder nicht. Einerseits bedeutete unserer Meinung nach die Beantwortung Ihres Schreibens , uns auf Ihr moralisches Niveau herab zu begeben. Andererseits könnte es als eine Rechtfertigung unsererseits betrachtet werden. Aber der Herrgott weiß selbst, dass wir ganz unschuldig sind, und es braucht deshalb keine Rechtfertigung! Eine Nichtbeantwortung des Briefes ließe uns jedoch auch in eine peinliche Lage geraten.

 Sie wenden sich an uns mit den sehr liebevollen Worten – „Mein lieber Patriot“. Sie sind ein Heuchler, Edgar Norton, weil Sie das Wort „Patriot“ und die mit diesem Wort und mit diesem Begriff gemeinten Menschen schrecklich hassen. Das geht eindeutig aus Ihrem Brief hervor! 

 Wir sagen laut, damit Sie und Ihresgleichen es hören: Wir sind stolz darauf, Patrioten zu sein, wir sind glücklich darüber, dass wir keine russischen Chauvinisten, keine italienischen Faschisten, keine deutschen Nazis, keine spanischen Conquistadores und keine amerikanischen Yankees sind. Wenn wir unsere eigene Heimat, unsere Sprache, Traditionen nicht lieben würden, wie könnten wir dann die anderen lieben, wie könnten wir uns je die Kultur anderer aneignen und schätzen?

 Wer das Eigene nicht liebt und über Toleranz, über friedlieches Zusammenleben der Völker spricht, der ist ein Gauner und Heuchler. Er hat kein Recht, diese heiligen Wörter auszusprechen! Ein wahrer Kosmopolit ist ein richtiger Patriot! Das größte Genie und der größte Humanist aller Zeiten muss gleichzeitig ein großer Patriot gewesen sein! Ohne dieses Gefühl könnte niemand ein richtiger Sohn der Menscheit werden!

 Deswegen beschlossen wir, Ihnen zu antworten. Wir wissen nicht wer Sie sind, ein Europäer oder ein Russe? Vielleicht sind Sie ein Russe?  Deshalb wenden wir uns an Sie so:

Здравствуй Едгар без отца!

Guten Tag, Edgar ohne Vater! Ohne Vater, deswegen, weil Ihre Mutter die Identität Ihres Vaters nicht kannte. Da dies doch eine allgemein bekannte russische Sitte ist, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns nicht streiten würden. Die russische Frau unterschied ihre Kinder voneinander durch den Namen des Vaters. Die sechs Kinder einer russischen Frau – Irina Pavlovna (die Tochter von Pavel), Oleg Nikolaewitsch (der Sohn von Nikolai), Iwan Iwanitsch, Kusma Kusmitsch, Galia Astafiewna und Galia Alexseewna – alle trugen sie Namen von verschiedenen Vätern.

 Ja, wir stimmen Ihnen zu, dass das, was in Georgien geschieht, eine nüchterne Beurteilung verlangt und nicht die Beurteiulung des vom Wodka betrunkenen Russen, und nicht nur mit Wodka, außer dem Wodka schmeckt ihm offensichtlich auch das Blut anderer Menschen.

 Der Russe sieht doch die Schönheit im Blut, in der Blutfarbe, hören Sie, was für eine Wahrheit wir Ihnen sagen: Nehmen wir solch eine Wortwurzel «кр» “kr“, die das russische Bewusstsein geschaffen hat und leiten wir die folgende Wörter ab:   

«кр» – Кровь (das Blut) – крассный (rot) – красивый (schön). Das von dem sibirischen Frost verfaulte Gehirn sah in den schönsten Blumen nur einen Nagel und benannte sie als Gwosdika (Nagel). Der harmlose Vogel Sperling wurde von ihm mit dem schreklich auszusprechenden Namen “Worobei” benannt und eine Kanone mit dem weichen Wort “Puschka” oder mit dem Frauennamen “Katiuscha” benannt.  

 Deswegen ist die Geschichte des russischen Imperiums eine endlose blutige Epopöe. Deswegen ist die russische Geschichte mit entsetzlichen Eroberungskriegen voll. Das versteckt doch selbst die Russische Seele und eine von ihr stammende Sprache nicht. Wollen wir ein Beispiel dafür anführen?

Die russische Sprache ist reich an folgenden eigenen Namen und Toponymen, die die Bestrebungen des armen Russen nicht verstecken. Also zählen wir sie auf:

Владимир (владей мир – beherrsche die Welt), Владивосток (beherrsche den Osten), Владислав (beherrsche die Slaven) und zum Schluss Владикавказ (beherrsche den Kaukasus), was ein endloser, dreihundertjähriger Traum von Russen ist.

 Mag sein, dass für das malaysiche Volk die Erhabenheit der russischen Seele fremd und schwer erkenntlich sei, aber wer jemals etwas mit den Russen zu tun hatte, für den sind schon seit langem die Tücke und Treulosigkeit bekannt.  

 Die Bewohner vom Baltikum werden das Jahr 1940 niemals vergessen. Die Ungarn das Jahr 1956, die Tschechen 1968, die Afghaner 1980, und wer kann all die blutigen Jahre aufzählen, die das große russische den kleinen Völkern “geschenkt” hat.   

 Über welche Minderheiten sprechen Sie? Vielleicht über die sibirischen oder fernöstlichen Völker, die sich dank der Russen am Rande des Aussterbens befinden? Oder über die nordkaukasischen Völker?

Vielleicht über die von den Russen ausgerotteten Dschiken und Ubichen? 

 Ja, wir sind dafür, dass jedes Volk frei sei und eine freie und unabhängige Heimat habe, aber, bitte, nicht auf Kosten der anderen, nicht auf fremden Boden, wie z. B. Kosovo!   

Demzufolge sollen die Osseten, Gott sei Dank, es gibt ein Land, das unter dem russischen Imperium ist und wird als Nordossetien benannt, dessen Hauptstadt doch einen russischen imperialistischen Namen – Wladikawkas (Beherrsch Kaukasus) hat, ihre Unabhängigkeit erklären und das georgische Volk wird ihre Unabhängigkeit begrüßen und unterstützen. Aber das wird niemals geschehen, und wissen Sie warum?

Die Osseten werden im Kaukasus als fünfte Kolonne von Russland betrachtet und sind gegen die Kaukasischen Völker eingestellt! Und wenn die Osseten sich erdreisten und das verwöhnte ossetische Volk wirklich seine Souveränität deklariert, dann wird die tschetschenische Tragödie ein fröhliches Märchen sein.

 Ungeachtet der heutigen Lage in Tschetschenien ist das tschetschenische Volk, Gott sei dank, noch am Leben, das kleine Volk ist vom endlosen Krieg müde und wartet auf die Feierglocke des Sieges! Kommt eines Tages diese Zeit, so, weil es ein wirklich freiheitsliebendes Volk ist, aber das ossetische Volk hat niemals für die Freiheit gekämpft. In seinen Genen liegt derartiges nicht, und daraus folgt, dass diesem Volk eine unvermeidliche Auslöschung und Ausrottung droht, und das wird dank des russischen „Schutzes“ verwirklicht und ausgeführt. Zum Beweis unserer Wahrheit bringen wir die Aussagen eines russischen Politikers bei: 

Der russische Abgeordnete, der berüchtigte Wladimir Schirinowski, gab eine skandalöse Erklärung ab. 

Wie er bei einer Sendung RTVI, bei einer Live-Sendung gesagt hat, braucht „Russland kein abchasisches oder ossetisches Volk, sondern nur die Territorien, und hier gibt es nichts zu verstecken.“

 „Wir brauchen kein ossetisches Volk, sondern Territorien, und nach dem Erreichen dieses Ziels werden die Osseten unsere Diener“ teilte Schirinowski mit. Das ist nicht nur Schirinowskis Meinung, das ist eine versteckte Strategie der russischen Regierung, und das wird vom Schirinowski nur laut hinausposaunt. Damit treten ein weiteres Mal die imperialistischen, unmenschlichen Pläne Russlands zu Tage! Wir aber appellieren an die ganze Welt: SOS! SOS! SOS!

Durch die Anerkennung der separatistischen Regime in Georgien seitens Russlands schweben das abchasische und das ossetische Volk, ihre Zukunft und ihre Existenz, in Todesgefahr!  Russland verteilte unter den Einwohnern von Abchasiens und des s. g. Südossetien russische Pässe und erklärt dazu, dass es gerade seine Staatsbürger verteidigt(?).  Wenn es so ist, was machen die russischen Staatsbürger in einem fremden Land?

Und wenn Russland die Unabhängigkeit von Abchasien und des s. g. Südossetien anerkennt, und wenn die Bewohner dieser „unabhängigen Staaten“ Staatsbürger von Russland sind, wie sollen diese separatistischen Gebiete unabhängige Staaten sein? Wo steckt da die Logik?

 Herr Edgar Norton, sind Sie imstande dazu, eine Antwort auf diese Frage zu geben? Oder interessieren Sie sich für diese Sache nicht? Wenn dem so ist, warum haben Sie uns einen solch gehässigen Brief geschrieben?

 Im Zuge der Eroberung Georgiens gelang Russland die Abschaffung des georgischen Fürstentums Abchasien erst am Ende des Anschlusskrieges (1878), weil die Abchasen sich immer als einen unteilbaren Teil Georgiens betrachtet hatten. Beim georgischen Aufstand gegen russische Herrschaft wurden 30 000 tausend Abchasen mit Waffen ausgerüstet, um für die Befreiung Georgiens zu kämpfen. Das erzürnte Russland verbannte daraufhin die große Mehrheit der Abchasen in die Türkei oder in die arabischen Länder. Es wird auch bald solch ein Tag für heutige Pseudo-Abchasen kommen, die sich auf der altgeorgischen Erde tummeln. 

 Herr Edgar Norton, Sie werden sehr bald hören, dass die unabhängigen Staaten Abchasien und „Südossetien“  „freiwillig“ an die russische Föderation – an das russische Völkergefängnis angeschlossen werden, aber in ein paar Jahrzehnten werden auf den Ruinen des russischen Imperiums keine Namen von Abchasen und Osseten übrigbleiben. Und was für einen Brief schickt uns Herr Edgar Norton dann?

 Im Laufe der Jahrhunderte haben in Georgien die Juden, Aramäer, Griechen, Romas, Armenier und andere Völker ohne Blut und Trennung gelebt. Wenn es Gott wolle und Sie nüchtern würden, würden Sie sich vielleicht an die russische antisemitische Politik erinnern, an Vernichtung und Pogrome der Juden, vielleicht würden Sie sich auch an den endlosen, Jahrhunderte lang dauernden Genozid an den Tschetschenen, Inguschen und daghestanischen Völker erinnern. Sie beweinen fremde Tote, aber die eigenen bleiben ohne Beerdigung.

Das tschetschenische Volk hat seine Unabhängigkeit noch 1991 deklariert, und was haben Sie mit den Tschetschenen gemacht? Warum haben Sie den Tschetschenen, die Sie als Banditen und Terroristen bezeichnen, die Freiheit nicht gegeben? Auf der tschetschenischen Erde sind die Massen an vergossenem Blut noch nicht getrocknet. Als Faschisten bezeichnen Sie uns. Das ist für uns ganz ein fremder Terminus, aber Ihnen, der sie an einer imperialistischen Krankheit erkrankt sind, ist er offensichtlich gut bekannt und vertraut.

Aber wie schrecklich und gefährlich mag das sein, was Welikorussischer Chauvinismus heißt? Sie klagen über Saakaschwili und Busch, benützen Sie beide auf ihr Wohl, die beiden denken ohnedies nur an ihre Interessen. 

 Über welche Intoleranz spricht der vaterlose Edgar? Über diejenige, die in einem russischen Völkergefängnis herrscht? Von den Russen versklavte Völker wurden von Russland ihrer Muttersprachen, eigener Namen, eigener Traditionen beraubt. Alle Namen enden jetzt mit –ow und –itsch. Aber bei uns haben die Abchasen, Osseten, Azeri und Russen eigene Schulen, Theater, Zeitungen, Verlage, Unis und Hochschulen, Rundfunk- und Fernsehsendungen. Bei euch wurden die Muttersprachen der Nationalen Minderheiten außerhalb des gesetzlichen Schutzes gestellt. Wir wissen nur zu gut, dass in den Mittelasiatischen Republiken die Amtssprache die Russische Sprache war, aber die eigene Muttersprachen wurden in der privaten Sphäre verwendet. Sie, die Russen, haben in den ersten Jahren der Staatlichkeit die georgische Sprache abgeschafft. Die gleichgläubigen Russen raubten und plünderten kirchliche und weltliche Reichtümer des alten Landes, die georgische Sprache wurde von der Kirche verbannt. Sie nannten doch die georgische Sprache eine Hundesprache. 

 Lesen Sie, vaterloser Edgar, das Werk des russischen Geistlichen Nikolai Durnowo, denn dort werden Sie erfahren, was für ein “Glück“ das pseudo-orthodoxe Russland dem kleinen Georgien beschert hat.

Das russische Volk hat doch die Orthodoxie nur wegen der alkoholischen Getränke angenommen. Vor der Christianisierung war unter den russischen Stämmen der Islam verbreitet, der den Konsum alkoholischer Getränke verbietet, aber der Russe kann ohne Wodka nicht überleben. Deshalb hat der damalige russische Herrscher den islamischen Geistlichen eine schriftliche Entschuldigung geschickt und teilte den Grund des Glaubenswechsels mit. Ungeachtet dessen, dass die russische Kirche mehrere geistliche und kirchliche Persönlichkeiten hat, bleibt die russische Seele doch heidnisch. Für sie ist die religiöse Solidarität und Gemeinschaft fremd.

 Lesen Sie die Werke des russischen Philosophen Nikolai Berdiaew, und vielleicht werden Sie ein anderes Gesicht sehen. Lesen Sie, bitte, das Buch vom französischen Reisende und Schriftsteller Marquis de Custin unter Nikolai I., und da werden Sie sehen, dass Russland als ein Hybrid von Warägern, Hunnen, Kimmerern, Skythen, Samaraten, Chasaren, Kyptschaken, Mongolen… beschrieben wird. Russland ist dasselbe, immer und ewig. Das russische Volk ist doch als Soldat geboren worden. Bevor es über andere herrscht, wird es niemals frei und glücklich!

Denn kann man den Faschisten Saakaschwili mit den Faschisten Lenin, Jelzin, Putin und Medwedew vergleichen? Er reicht nicht einmal an ihre Knöchel!    

 Warum beunruhigen Sie sich wegen Liegenschaften in Tbilissi? Vielleicht wissen Sie nicht, dass Saakaschwili die Mehrzahl der Liegenschaften in Georgien an Russen verkauft hat, und jetzt schenkt er Russland Abchasien und Samatschablo? Unsere Liegeenschaften und unsere Erde sind von uns zu beweinen und mit Gottes Hilfe werden wir sie heute oder morgen zurückgewinnen. Also bleiben Sie ruhig, keine Sorgen, vaterloser Herr Edgar! Oder kann es vielleicht sein, dass Sie eine gnädige Frau sind?

 Der oder die vaterlose Edgar, Sie sind immer undankbar, wie viele georgische Renegaten haben ihr Leben Russland geopfert? Wie haben Sie sich bei Peter Bagrationi, Stalin, Ordshonikidze und vielen anderen bedankt?

Hunderttausende Georgier haben ihr Leben für die Macht Russlands geopfert! Undankbarkeit ist doch Ihre nationale Krankheit! 

In Georien sind viele Bettler, sagen Sie. Ja, in Georgien gibt es zur Zeit, dank der russischen Emissäre Schewardnadze und Saakaschwili Bettler, aber gibt es in Russland weniger davon? Unter dem kommunistischen Regime in Georgien konnten alle arbeiten, aber die Mehrzahl Ihrer Landsleute bevorzugzen ein leichtes Leben, sie beschäftigten sich mit Trunksucht und Vagabondage. Wenn jemand sich im Kot wälzte, so musste er unbedingt ein Russe sein, unser lieber vaterloser Edgar. Ja, sie soffen sich voll immer mit dem aus dem Ihnen gutbekannten Kachetien gebrachten Wein und Wodka und sangen ihre Tschastuschken, die Meisterwerke ihrer geistlichen schöpferischen Seele, wo die “Großartigkeit” der russischen Seele gepriesen wurde!  An einige von denen kann ich mich erinnern, ich rufe Sie Ihnen ins Gedächtnis: 

„Акулина запевала, моя душа чиста,

Двухсот попов отпустила, дяконов тристо“

 „Akulina hat gesungen, meine Seele ist rein, schlief ich mit den zweihundert Priestern und dreihundert Diakonen“ und weiter: 

 „Ты хорошый, ты красивый, тебе мама родила,

а меня родил папаша, мама в отпуске была»

 Du bist gut, du bist hübsch, dich hat die Mutter zur Welt gebracht,

aber mich hat Vati geboren, als die Mutti auf Urlaub war“.

 Die ganze Menschheit stimmt uns zu, dass derartige Meisterwerke nur und nur  die russische Seele und die vor sibirischem Forst erfrierende Vernunft schaffen konnten! Vaterloser Edgar, “Die Russen haben Dreck am Stecken und sind miese Imperialisten – das könnt ihr gut schreien. Ist wohl auch wahr!  Ich denke, vielleicht sind Sie kein Russe und bin ich vergeblich beschäftigt? Aber macht nichts, dieser Brief ist auch an die Russen gerichtet. Ja, doch Ihre E-Mail Adresse sieht ganz geheimnisvoll aus und ist schwer zu erklären, aber wir sind  auch keine Dummköpfe, wir begreifen schon! Wir haben auch gehört, in welcher europäischen Stadt  …… ist, aber gmx.ch ist offensichtlich zur Verwischung der Spuren gedacht. 
Edgar Norton…………………, verstecken Sie sich nicht, Ihr „Lieber Patriot“ weiß wo Sie sind, Sie sind ganz nahe bei ihm, aber welcher? 

 Demzufolge, Edgar Norton, wohnen Sie in Europa, und wir bleiben auch nichts schuldig, und was wir jetzt schreiben, haben Sie von uns oft gehört, und deswegen sind Sie so böse geworden. Lesen Sie das auch, unsere ähnlich dem Edgar Norton denkenden zivilisierten Europäer, hören auch Sie die Stimme des Rufers in der Wüste! Die georgischen „Angriffe“ über „Südossetien“ sind für Sie erschreckend, aber dieses georgische Stück Erde ist so „Südossetien“ wie z. B. Nigeria an der Wolga oder Costa-Rica an der Donau! Behandelt etwa die Spanische Regierung das baskische Volk, das im Laufe der Jahrhunderte für seine Freiheit kämpft, mit geringerer Brutalität ? Oder küsst die britische Regierung die Nordiren? Oder umarmen die Türken die Kurden, deren Heimat von vier Staaten zerstückelt wurde? Wenn die Abchasen oder Osseten ein Recht auf ihre Staatlichkeit haben, warum sollen die Kurden dieses Recht nicht genießen? Was macht dafür die s. g. demokratische Welt? Unser Edgar aus Europa, über welche Toleranz reden Sie?
Kennen Sie einen italienischen Faschismus, deutschen Nazismus, französischen Chauvinismus? Haben Sie über die Bestialität der Spanier in Südamerika, die Barbarei der Anglosachsen in Nordamerika, den Wandalismus von Holländern, Belgiern, Franzosen, Portugiesen, Engländern auf dem afrikanischen Kontinent gelesen? Haben Sie jemals über den Handel mit schwarzafrikanischen Sklaven gelesen? Existieren heute die immer noch die Reservate in den USA oder nicht? Die indigene Bevölkerung der USA strebt heute auch nach der Schaffung einer unabhängigen Heimat. Oder was geschah vor 50 Jahren in Europa? Vielleicht meinen Sie, dass die Menschheit diese unerhörten Schrecklichkeiten vergessen hat? Hat Sie das im Herzen getroffen?
Denn in diesem Staat, in dieser Stadt, wo Sie jetzt wohnen gab es keine Konzentrationslager und Untersuchungslaboratorien? Die Wahrheit zu hören, ist unangenehm, aber die Verleumdung zu hören ist auch schmerzlich!  Wir sind im Unterschied zu Euch weit entfernt von der Meinung, wegen der Existenz der Konzentrationslager in euren Ländern Sie und ganze Bevölkerung zu beschuldigen. Nein, solch eine Meinung ist nur für Sie charakteristisch! 
 
Kehren wir zur Sache zurück: Was passiert noch heute in Afghanistan oder im Irak? Die ganze Menschheit hat das geistige Niveau und die „Großartigkeit“ der Soldaten von Amerika und von der NATO gesehen. Aber wer sich diesem zivilisierten Sadismus widersetzt, wird sofort von der zivilisierten Welt als Terrorist diffamiert.
In Georgien gab es im Unterschied zu Europa und Russland keine Gettos, Konzentrationslager,  Versuchslaboratorien, wo mit Menschen experimentiert wurde, und Gulags. Georgien führte immer Verteidigungskriege, und die Georgier gingen niemals nach Afrika oder Amerika, um anderer Menschen Erde zu erobern und zu vernichten. Und im Laufe vierhundert Jahre sind wir nicht nach Indien gewandert.
In einer Nacht haben wir nicht anderthalb Millionen Menschen ausgerottet. Und die Georgier kennen keine Bartholomäusnacht, keine Inquisition, keine Kreuzzüge. Wir haben nicht Schiffe voller Geistlicher im Meer versenkt! Das haben wir von anderen gesehen und gehört! Weil es eine derartige Bestialität im Unterschied zu anderen in unserer Seele nicht gibt.
Wir haben immer gearbeitet, geschaffen. In einer Hand hatten wir eine Pflugschar und in der anderen die Waffe, um uns zu verteidigen. Die georgische Erde war voll mit Kirchen und Klöstern, die während der endlosen Überfälle zerstört wurden. In einem kleinen Gebirgsdorf stehen heute noch 67 Kirchen. Vielleicht sind Sie Atheist und für Sie haben die Kirchen, Moscheen und Synagogen keine Bedeutung? 
Wir schrieben „Der Recke im Tigerfell“, schufen eigene polyphonische Lieder und feurige Tänze, zu denen niemand auf der Erde etwas Vergleichbares geschaffen hat! Wir sangen so: „Der Tatare ist mein Bruder“ und „Sei menschlicher Mensch und bette dich dort, wo du willst“. Aber Sie verleumden uns, als ob wir intolerant seien! 
 
In Ihrem „objektiven“ Brief schreiben Sie, dass wir in Georgien Dreck am Stecken haben. Ein ehrlicher Mensch, ungeachtet seiner Herkunft, sei er ein Europäer oder ein Russe, der das liest, was ich gerade geschrieben habe, muss vor Scham erröten. Wenn es in Euch dieses Gefühl noch gibt. Wir wissen auch Bescheid, was für Dreck es in der europäischen oder in der russischen Gesellschaft gibt!
Gott sei Dank, solche Schrecklichkeit kennt die georgische Mentalität nicht! Wir, die Georgier, missbrauchen unsere Töchter, Enkelkinder, Verwandten nicht und verstecken sie nicht im Laufe vieler Jahre im Keller. Wir sind glücklich, dass diese Geisteskrankheit für uns ganz fremd und unvorstellbar ist. Gott bewahre uns davor!
 
„Die Georgier haben mit Gamsachurdia nicht aufgehört“ Schreiben Sie. Sie kennen diese Person nur durch russische und europäische missgestaltete Propaganda.
Gamsachurdia ist für das georgische Volk und für die Befreiung des ganzen Kaukasus vom Russischen Okkupanten wie Spartakus, Garibaldi, Charles de Gaulles… und Sie haben kein Recht, die Würde und Gefühle anderer Völker zu beleidigen! Aber, wir empfehlen Ihnen diese Webseite zu lesen, vielleicht ändert das Ihre Meinung über diese Person, und wenn nicht, macht uns das wenig Sorgen, für uns ist es egal, was ein schwachsinniger Edgar Norton über Gamsachurdia meint!  
 
Wir sind wegen der Verteidigung unseres Landes, wegen der Liebe unserer Heimat schwer bestraft worden! Im Unterschied zu Europäern und Russen ist unsere Heimat für uns alles! Wir haben von Europäern und Euren Landsleuten oftmals gehört, dass „für uns Heimat nicht wichtig ist“ – wissen Sie warum? Weil die Eroberer, welche die Erde erobert haben, dieses Erdstuck als ihre Heimat betrachtet haben. Aber die ansässige Bevölkerung wurde wegen der Liebe zur eigenen Heimat immer von Kolonisten und Eroberern streng bestraft.
Sie hassen auch diese Menschen, die in Ihren Ländern ihr eigenes Land lieben, und so hassen Sie uns, lieber Edgar Norton!
 
Unsere Tragödie ist eben unsere grenzenlose Toleranz. Seit Urzeiten waren unsere Türen immer für tausende Notleidende, Flüchtlinge, Vagabunden und Bettler offen. Viele von ihnen haben unsere Großzügigkeit missbraucht und haben gegen uns das Schwert erhoben, wie es heute passiert.
 
Aber die Wohltaten haben wir immer im Namen Gottes vollbracht, ein georgisches Sprichwort sagt: „Der Gast kommt immer vom Gott“. Der an der Tür stehende Gast war für uns wie ein auf Erden wandelnder Gott, und deswegen lagen wir ihm zu Füßen. Das sieht auch der Herrgott, und deswegen halten wir der Not stand, die von in feindlicher Absicht gekommenen Fremden ausgeht, die in Georgien immer alle Möglichkeiten zum glücklichen Leben hatten. Aber sie wollen ein Georgien ohne Georgier. Deswegen werden wir von ihnen in solche Not und solches Elend gebracht!
 
Nicht uninteressant ist zu bemerken, dass trotz der ständigen räuberischen Einfälle durch Fremde die georgischen Herrscher im Lande die Politik der Glaubensfreiheit immer unterstützten. In Georgien wurde die Glaubensfreiheit verkündet und die Verfolgung Andersgläubiger verboten. Andersgläubige hatten in Georgien ihre eigenen Kirchen, Moscheen, Heiligtümer und Schulen. Der arabische Gelehrte Ibn Hakual (10. Jh.) schrieb, dass die Bewohner Tbilissis „freundschaftliche Beziehungen zu jedem zufällig hierher Reisenden unterhalten, und sei er auch von geringer Auffassungsgabe oder Verhalten zur Bildung“. „Am georgischen Königshofe“, so teilte der Geschichtsforscher aus dem XII. Jahrhundert, Al Fakiri, mit, „genossen die musulmanischen Gelehrten eine solche Ehre und Hochachtung, wie sie sie unter den Musulmanen nicht genossen“. 
 
Im XI. Jh. erließ der große König von Georgien, Dawit IV. der Erbauer, ein Gesetz, laut dem in einer Siedlung, wo Christen, Muselmanen und Juden gemeinsam gewohnt haben, die Schweinezucht verboten wurde. Im XII. Jh. wurde von der legendären Königin Tamar die Todesstrafe abgeschafft. Zeigen Sie uns ähnliche Beispiele einer solchen Toleranz, unser Nicht-Patriot Edgar Norton! Im Laufe der russischen Okkupation, die auch heute noch andauert, wurde die ansässige Bevölkerung des Landes in einem Apartheidregime unterdrückt und gefoltert. In Abchasien und im s. g. Südossetien, mussten sich die Leute, die Karriere machen wollten, als Abchase oder als Ossete registrieren lassen. Und heute trifft man so viele Abchasen oder Osseten mit georgischen Namen.
 

Ihr Brief heißt „Völkergefängnis im Kaukasus“. Jawohl, wir stimmen Ihnen zu, aber vergessen Sie nicht, dass der Administrator und der Henker des Gefängnisses Russland selbst ist! Ihr (und Ihresgleichen) Wunsch ist in Erfüllung gegangen, die faschistische Regime erkennt die „Unabhängigkeit“ von Abchasien und „Südossetien“ an. Russland versucht, uns vor den Augen der sprachlosen und übertölpelten Weltgesellschaft von der Weltkarte zu löschen. Freut euch! Wo sind ihre hochgepriesenen humanistischen und demokratischen Werte? Wo sind die Macht und Autorität von Europa? Wo sind Ihre Würde und Ihr Selbstgefühl? Leider gleicht Europa immer mehr einer alten Prostituierte, die außer hohlen Drohungen nichts kann!

 Solch eine Begierde hatten viele Eroberer gegenüber Georgien gehabt! Alle in der Weltgeschichte existierenden Imperien griffen nach Georgien mit ihren scharfen Krallen, aber wir haben überlebt, das ist von Gott gewollt! Und es wird heute auch so sein! Der Herrgott schickt dem Leiden, den er liebt. Das georgische Volk ist den für Jesus bestimmten Märtyrerweg gegangen. Die arabischen Eroberer haben an einem Tag 100 000 Menschen in Tbilissi ausgerottet, weil sie den Glauben an Jesus nicht verraten haben. Und diese 100 00 Märtyrer sind Georgiens Fürsprecher bei Gott! Gott erhört das!

 Im Laufe der Jahrhunderte fragmentierten die Eroberer die georgischen Territorien, aber es kam immer die Zeit, da wir unsere Gebiete zurückgewonnen haben. So wird es auch in der näheren Zukunft sein! Bald zerfällt auch das russische Völkergefängnis, aber vor seinem Zerfall wird Russland das abchasische und ossetische Volk vernichten. Russland setzt das ossetische Volk gegen das georgisch und die anderen kaukasischen Völker ein, und seine Unabhängigkeit wird auch von den Russen für diese Sache geopfert werden.

Vergessen Sie nicht! In naher Zukunft überleben wir dieses Elend und Notstand, wir holen uns unsere Gebiete zurück, Georgien wird wieder frei und vereinigt! Sie wissen nicht, dass Gott uns mit Unsterblichkeit und Ewigkeit belohnt und alle unsere Feinde verstoßen hat!

 Auf Wiedersehen in naher Zukunft, Edgar Norton!

 Unserem für Sie sicher nicht angenehmen Brief legen wir einige Artikel bei. Lesen Sie diese bitte und erfahren Sie, was in Wirklichkeit in Georgien passiert ist! Edgar Norton, es tut uns Leid, so hat die heutige schmutzige Propaganda ihr Urteilsvermögen eingetrübt. Gott sei mit Ihnen! Wir beten für Sie unser „unbekannter gospoddin“ Edgar, oder Herr, Sir, Monsieur, Don oder Signore Edgar Norton aus Europa!

Dennoch mit freundlichen Grüßen von den ins Elend geratenen georgischen Patrioten!

2 Responses to “● Sehr geehrter Herr Edgar!”

  1. Wahrsagen said

    Waow loved reading this post. I submitted your rss to my google reader!!

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  2. la martina said

    I rest this collection to be unequivocally useful. I am using it in a report I am writing at college.

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